Geschichte des Zweiraumlasters - Zweiraumlaster

Zweiraumlaster

Das Leben beginnt da, wo die Zeit egal ist

Vom hässlichen Entlein zum Laster

Der Zweiraumlaster und ich…

Wir lernten uns Anfang 2017 kennen. Es war Liebe auf den zweiten Blick, weil das Farbkleid des Lasters doch sehr gewöhnungsbedürftig war. Nach nur vier Wochen harter Arbeit, Schweiß und Blut erstrahlte der Hano zu neuem Glanz in Betongrau. Die Technik habe ich überholt, repariert und den Innenausbau vervollständigt.
Zum Vorteil ist es natürlich, dass ich Tischler und ein top Mechaniker bin.
Uns trennen nur 10 Jahre, wobei der Zweiraumlaster der ältere von uns beiden ist.
Unsere Homebase ist im wunderschönen Sauerland. Uns treibt das Fernweh natürlich so oft wie möglich raus, in die Freiheit der Natur.

Allgemeines über A-L 28

Hanomag A-L 28

1958 übernahm Rheinstahl die Hanomag und die neue Firma Rheinstahl-Hanomag baute auf Grundlage des über die Hinterachse angetriebenen Hanomag L 28 einen technisch eigenständigen Ableger. Der allradgetriebene Typ A-L 28 entstand unter Verwendung von Teilen des L 28 mit den 65- und 70-PS-Hanomag-Dieselmotoren, der Führerkabine und des Frontblechs. Das gemessen am normalen L 28 hochbeinig, zugleich aber kompakt wirkende Fahrzeug wurde mit Pritschenaufbauten, vor allem aber mit offenen und geschlossenen Kofferaufbauten als Funk-, Befehls-, Geräte- oder Mannschaftswagen gebaut.
Der Typ blieb bis 1971 im Programm, elf Jahre länger als der hinterradgetriebene L 28. Er erhielt 1964 eine neue, breitere Haube.
Viele der geländegängigen A-L 28 wurden nach ihrer Außerdienststellung bei den Behörden als geländegängige Wohnmobile weiter verwendet. Der Typ A-L 28 wurde in den Versionen mit 1½ t und 2½ t Nutzlast, als Zivilversion A-L 28 Z sowie als Allrad-Gruppenkraftwagen gebaut. Zwischen 1953 und 1971 entstanden etwa 6.000 Exemplare. Der Produktionshöhepunkt wurde 1963 mit 1.657 Fahrzeugen erreicht. Der A-L 28 erhielt den 2,8-Liter-Dieselmotor des 3-t-L-28-Modells mit einer Leistung von 70 PS (51 kW) bei 2800/min.
Die Fahrzeuge hatten ein ZF-Viergang-Getriebe (AKS-25) mit Vorgelege und gleichzeitiger Zuschaltung des Vorderradantriebs (1:1,18 / 1:2,138). Der zweite und dritte Gang waren synchronisiert. Bei einem Leergewicht von 3860 kg betrug die Höchstgeschwindigkeit 72 km/h, das Steigvermögen 69 %. Zuletzt waren die Fahrzeuge mit einer hydraulisch betätigten Zweikreisbremse mit Druckluftunterstützung ausgestattet. Der eine Bremskreis wirkte auf die Vorderachse, der andere hinten. Das Fahrzeug wurde entweder vorn und hinten einfachbereift (Ausführungen A und A 1) oder hinten mit Zwillingsbereifung (A 2) versehen.
Am 1. April 1969 fusionierten innerhalb des Rheinstahl-Konzerns die Nutzfahrzeug-Sparten von Hanomag und der Henschel-Werke zur Hanomag-Henschel Fahrzeugwerke GmbH . Von diesem Unternehmen übernahm die Daimler-Benz AG zunächst 51 % und am Jahresende 1970 den Rest des Stammkapitals. Die letzten A-L 28 wurden unter der Firmenbezeichnung Hanomag-Henschel produziert, 1974 verschwand die Marke Hanomag-Henschel vom Lastwagenmarkt.